Spielplan

DAS BESTE AUS DEM NORDEN

Werke von Sibelius, Lindberg und Beethoven


Valmistettu suomessa – made in Finland! Das wäre auch eine passende Überschrift für dieses Konzert: eine Leistungsschau finnischer Wertarbeit, von Sibelius‘ letzter Sinfonie über Magnus Lindbergs 1. Violinkonzert bis zum Dirigat von Esa-Pekka Salonen. Lediglich Nachwuchsstar Johan Dalene wurde von den skandinavischen Nachbarn ausgeliehen – ein Ausnahmekönner, der schon mit Mitte 20 halb Europa in seinen Bann gezogen hat.



TONHALLE ZÜRICH · 07. MÄRZ 2027

TICKET KAUFEN

CASINO BERN · 08. MÄRZ 2027

TICKET KAUFEN

Ich liebe diesen kraftvollen Klang, der einem bis ins Mark trifft.
Esa-Pekka Salonen

ORCHESTER

PHILHARMONIA ORCHESTRA LONDON

London beherbergt gleich mehrere Sinfonieorchester von Weltrang, darunter das Philharmonia Orchestra. Schon die Liste seiner Chefdirigenten liest sich eindrucksvoll: Otto Klemperer, Riccardo Muti, Giuseppe Sinopoli, Esa-Pekka Salonen … Gegründet 1945 als Schallplattenorchester der EMI, spielte das Ensemble im Laufe der Zeit über 1000 Tonträger ein, von Bach bis zur Moderne, Opern ebenso wie sinfonische Literatur. Seine Nähe zum Publikum spiegelt sich in zahlreichen innovativen Projekten und Konzertformaten: Filmmusik, Installationen, Zeitgenössisches sowie Neuerungen im digitalen Bereich. Neben seiner Basis in London unterhält es Residenzien in anderen englischen Städten, darunter Leicester und Canterbury. 2021 wurde der junge Finne Santtu-Matias Rouvali zum Chefdirigenten des Orchesters ernannt.


DIRIGENT*IN

ESA-PEKKA SALONEN

Unter den vielen Stardirigenten aus dem finnisch-baltischen Raum ist er einer der profiliertesten: Esa-Pekka Salonen. Geboren in Helsinki, gelang ihm der Durchbruch 1983 mit dem Philharmonia Orchestra London, das ihn 2008 zu seinem Künstlerischen Leiter erkor. Weitere Chefposten hatte er in Stockholm, Los Angeles und San Francisco. Einen Namen machte er sich vor allem als Interpret zeitgenössischer Musik, darunter Werken von Saariaho, Adams und Lindberg. 2006 wählte ihn die Zeitschrift «Musical America» zum Musiker des Jahres, 2024 erhielt er den hochdotierten Polar Music Prize. Salonen leitete ausserdem den Sibelius Dirigentenwettbewerb sowie das Baltic Sea Festival in Stockholm, das er mitbegründete. Darüber hinaus ist er auch als Komponist tätig; für sein Violinkonzert von 2009 bekam er den renommierten Grawemeyer Preis.


SOLIST*IN

JOHAN DALENE

Der schwedisch-norwegische Geiger Johan Dalene, der bei Per Enoksson in Stockholm und bei Janine Jansen ausgebildet wurde, gewann 2019 den renommierten Carl-Nielsen-Wettbewerb. Zuvor war er Mitglied der Verbier Festival Academy und des norwegischen Crescendo-Programms. Johan Dalene, der 2022 vom britischen Magazin Gramophone zum «Jungen Künstler des Jahres» gekürt wurde, verfolgt nun eine erfolgreiche internationale Karriere in Europa und in den USA, wo die Kritiker nicht nur seine Virtuosität – unterstrichen durch die Stradivari, auf der er spielt – sondern auch seine Bühnenpräsenz lobten. Als leidenschaftlicher Verfechter der Musik seiner Zeit hat der junge Künstler insbesondere 2023 das für ihn komponierte Konzert der Schwedin Tebogo Monnakgotla uraufgeführt. Er widmet sich zudem der Kammermusik mit namhaften Partnern.


PROGRAMM

JEAN SIBELIUS: SINFONIE NR. 7 C-DUR OP. 105

Jean Sibelius' 7. Sinfonie sollte ursprünglich aus drei Sätzen bestehen, doch die unablässige Verdichtung des Materials führte schliesslich zu einem einzigen Grosssatz mit einer Vielzahl von thematischen Beziehungen. Damit ging der Komponist den Weg der kurz zuvor beendeten 6. Sinfonie konsequent weiter. Eine Orientierung beim Hören geben drei feierliche Posaunenrufe am Ende jedes Abschnitts, hinter denen sich wohl eine Verbeugung vor Aino Sibelius verbirgt, jener Frau, die all die Selbstzweifel und Unzuverlässigkeiten ihres Künstlergatten ertrug. Mit der Siebten schloss Sibelius sein sinfonisches Schaffen ab.


MAGNUS LINDBERG: KONZERT FÜR VIOLINE UND ORCHESTER NR. 1

Vielseitigkeit ist sein Markenzeichen: Der finnische Komponist Magnus Lindberg schreibt für kleine und grosse, traditionelle und moderne Ensembles, bezieht fernöstliche Einflüsse ebenso ein wie Elektronik, Punk-Rock und Filmmusik. Besonders gefragt war diese Fähigkeit, als das Mostly Mozart Festival 2006 bei ihm ein Violinkonzert in klassischer Orchesterbesetzung bestellte. Was Lindberg diesem Klangkörper an Farbe und Fülle abgewinnt, ist faszinierend. Immer wieder erhebt sich die Solo-Geige wie ein Sonnenstrahl über die impressionistisch aufgefächerten Streicher, aber auch wuchtige Attacken und humorvolle Einwürfe sind dem Werk nicht fremd.


LUDWIG VAN BEETHOVEN: SINFONIE NR. 3 ES-DUR OP. 55 «EROICA»

Mit seiner 3. Sinfonie stiess Ludwig van Beethoven die Tür zum 19. Jahrhundert weit auf. Nicht nur musikalisch geht er hier neue Wege, indem er allereinfachstes Material nutzt, um daraus grosse Spannungsbögen zu formen. Sondern er verknüpft diese Verfahren mit Themen der Zeit: dem Aufbau einer neuen Gesellschaft, der revolutionären Tat, dem Blick nach vorn. Eine Weltanschauungssinfonie also, die ursprünglich einem ganz konkreten «Heros» gewidmet sein sollte: Napoleon. Erst als dieser sich zum Kaiser krönte, tilgte Beethoven die Widmung: «Ist der auch nichts anderes wie ein gewöhnlicher Mensch!»


Migros-Kulturprozent-Classics ist Teil des gesellschaftlichen Engagements der Migros-Gruppe: 
engagement.migros.ch

Migros-Kulturprozent-Classics ist Teil des gesellschaftlichen Engagements der Migros-Gruppe: 
engagement.migros.ch

Migros-Kulturprozent-Classics